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Staplermodell nach über 25 Jahren eingestellt – Erinnerungen des A-Teams

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Im letzten Jahr hat Hyster nach über 25 Jahren die Produktion der erfolgreichen 24-V-Dreirad-Elektrostapler der XL-Serie eingestellt.   Der A1.00-1.50XL war in der Geschichte von Hyster einzigartig, da Design, Entwicklung und Tests vollständig im schottischen Werk in Irvine stattfanden, fast 8.000 Kilometer vom globalen Entwicklungszentrum im amerikanischen Portland entfernt. 

production-of-hyster-axl-ends_ContentImageDas eingeschworene Expertenteam aus zwölf Technikern, von denen viele von außerhalb der Branche angeworben wurden, hat sich über die Jahre den Spitznamen "Das A-Team" zugezogen, nach der beliebten gleichnamigen US-Serie aus den 1980er Jahren. Das Team wurde ganz speziell für den Zweck zusammengestellt, innerhalb von nur zwei Jahren einen neuen Dreirad-Elektrostapler zu entwerfen - und sie haben es geschafft, das Projekt pünktlich fertigzustellen.  Eine außerordentliche Leistung, denn zu der Zeit konnten Ingenieure von Technologien wie CAD oder FEA nur träumen. Das einzige zur Verfügung stehende Hilfsmittel war das Zeichenbrett.

Bobby Dickson, der dem A-Team 1984 beitrat, ist äußerst stolz darauf, dass sich das ursprüngliche Design so dauerhaft bewährt hat: "Wir hätten niemals gedacht, dass unser innerhalb von zwei Jahren entwickeltes Modell noch nach 25 Jahren produziert werden würde. Trotz einiger Weiterentwicklungen hat sich unser Entwurf gehalten".

Der A1.00-1.50XL wurde als kompakter Gabelstapler mit Heckantrieb ausgelegt, bei dem sich die Vorderräder frei drehen können, um einen "Nullwendekreis" zu erreichen.  "Einfach, aber wirkungsvoll" war das grundlegende Konzept des Staplers und da es so gut funktioniert hat, ließen sich die Betriebskosten deutlich senken.  Aber auch die schönsten Dinge müssen einmal enden: so wurde im Dezember vergangenen Jahres nach mehr als 16.000 produzierten Staplern das letzte A-Modell von Craigavon nach Luxemburg geliefert. 

Eine der größten Herausforderungen für Hyster war es, einen noch besseren A-Stapler zu entwickeln, aber letztes Jahr wurde das ursprüngliche Design durch die nächste Generation ersetzt, als die kompakten 24-Volt-Elektrostapler mit Heckantrieb der Serie A1.3-1.5XNT eingeführt wurden.

Der neue Stapler bietet die ideale Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Batterielaufzeit und Manövrierfähigkeit für leichte bis mittelschwere Anwendungen. Die Modelle sind ausschließlich mit Drehstrommotoren (für Hubfunktion, Lenkung und Antrieb) ausgestattet und liefern eine wettbewerbsfähige Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h und Hubgeschwindigkeit von 0,3 m/s.  Dank der beiden Leistungseinstellungen eLo oder HiP kann ein optimales Verhältnis von Leistung und Energieverbrauch ausgewählt werden.

Der komplett neue A1.3-1.5XNT wird im 35.896 m2 großen Werk in Craigavon gefertigt, das im April 1981 eröffnet wurde und in dem mittlerweile mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigt werden.  Das an die NACCO Materials Handling Group (NMHG) angebundene Werk hat in den letzten Jahren hohe Investitionen gesehen und richtet seine Strategie nach einer Kombination aus hohen Stückzahlen, geringen Kosten, hoher Qualität und pünktlicher Lieferung aus.  Im Januar 2012 wurde das NMHG-Werk von der European Foundation for Quality Management mit dem angesehenen "Northern Ireland Quality Award 2011" ausgezeichnet.

Als letztem Mitarbeiter, der vom ehemaligen A-Team übrig geblieben ist, steht Bobby Dickson das abschließende Wort zum neuen A1.3-1.5XNT zu.   Etwas widerwillig räumt er ein: "Zwar haben sich die Kundenbedürfnisse seit Einführung des AXL im Jahr 1985 kaum geändert, aber die Fertigungs- und Systemtechnologien haben sich in den letzten Jahren so schnell und so massiv weiterentwickelt, dass diese Neueinführung unausweichlich war.   Ich freue mich, an der Entwicklung eines Originaldesigns beteiligt gewesen zu sein, das sich dauerhaft bewährt hat und beispielhaft für die Kompetenz im Bereich Flurförderzeugtechnik im Vereinigten Königreich war."