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Neun Trends Fördern Die Autoproduktion

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automation_250Tracy Brooks, Hyster Spezialistin für Materialumschlag, stellt einige der wichtigsten Trends vor, die spätestens ab 2018 die Lieferketten in der Automobilbranche verändern werden. 

1) Fahrerlose Transportsysteme

Bislang wurden fahrerlose Transportsysteme vorrangig für stark repetitive Arbeitsschritte wie den Transport kleiner Teile eingesetzt. Wir gehen davon aus, dass auch Schmalgangstapler, Schubmaststapler und Niederhubkommissionierer zunehmend für das automatisierte Transportieren sowie Ein- und Auslagern von palettierten Waren eingesetzt werden. 

Induktionsschleifen, Kamerasysteme, Laser, GPS oder eine Kombination dieser Systeme werden dabei die vollständige oder teilweise Automatisierung der Stapler ermöglichen. Hyster® Schubmaststapler und Schmalgangstapler sind bereits heute ein zentraler Bestandteil zahlreicher Anwendungen. Erst vor Kurzem hat ein bekannter Autohersteller einhundert automatisierte Hyster® Niederhubkommissionierer in seinem Betrieb eingeführt.

2) Vernetzte Maschinen

Clevere Hersteller setzen auf das Internet der Dinge, um Effizienz und Produktivität im Fertigungsprozess zu steigern und die Lieferzeiten für neue Fahrzeuge zu verkürzen. Durch die Vernetzung der Gabelstapler bleiben Unternehmen in Echtzeit über ihren gesamten Fuhrpark informiert und können einen reibungslosen Betrieb sicherstellen.

So lassen sich zum Beispiel durch die Installation der Telemetrielösung Hyster Tracker auf unterschiedlichen Staplern die Daten der täglichen Wartung erfassen und zur Nutzungsanalyse auswerten. Dank der benutzerfreundlichen Berichtsfunktionalität können über ein Onlineportal schnell und transparent wichtige Kennzahlen eingesehen werden. 

Hyster Tracker gibt proaktiv Wartungswarnungen aus, was besonders bei umfangreichen Fuhrparks mit hunderten Bedienern eine wertvolle Hilfe ist. Mithilfe der standortübergreifenden GPS-Überwachung können darüber hinaus innerhalb eines Betriebes Bereiche identifiziert werden, in denen die Wahrscheinlichkeit von Unfällen zunimmt – etwa dort, wo sich der Verkehr oft staut.

3) Routenzugsysteme für automatisierte Betriebe

Bei den meisten Anwendungen kommt mittlerweile das Milkrun-Prinzip zum Einsatz, bei dem anstelle kompletter Paletten kleinere Chargen für die Just-in-time-Produktion zugliefert und gleichzeitig leere Container eingesammelt werden.

Dabei werden die Teile meist auf Anhängern mit einem Schlepper transportiert, der manuell oder automatisch von einer Software gesteuert wird. Die Hyster® Schleppermodelle LO5.0T und LO7.0T sind lernfähig:  Bei repetitiven Arbeitsschritte mit definierten Lasten und Wegen zeichnen die Schlepper die jeweilige Route auf. Nach einer Trainingsperiode können sie der Route dann automatisch folgen und autonom an den jeweiligen Stationen halten. 

4) Unterstützung vor Ort und globale Partnerschaften

Unterstützung vor Ort wird immer wichtiger, da sich Unternehmen im Just-in-time-Betrieb auf kurze Reaktionszeiten verlassen können müssen, um Stillstandzeiten zu vermeiden. Das gilt besonders für Osteuropa, wo viele Autos der Spitzenklasse in Fertigungsbetrieben hergestellt werden, die zu den modernsten und produktivsten in ganz Europa gehören. 

Aus diesem Grund setzen Hyster und seine Händler alles daran, in Ländern wie Tschechien, Rumänien oder der Slowakei erstklassigen Support zu leisten. Dazu gehören nicht nur qualifizierte Servicetechniker und schnelle Ersatzteillieferungen, sondern auch Know-how und Beratung, um der Automobilbranche durch neue Ideen und die kontinuierliche Optimierung der Flurförderzeugflotte zu noch mehr Erfolg zu verhelfen.

5) Anwendungsabhängige Antriebsoptionen

Mittlerweile gibt es für Gabelstapler Antriebsoptionen, die noch vor ein paar Jahren undenkbar waren. Was noch wichtiger ist: Diese Lösungen sind auch wirtschaftlich sinnvoll und ermöglichen spürbare Kostensenkungen.

Was ist der Antrieb der Zukunft?  Wir sind überzeugt davon, dass das immer von der Anwendung abhängt.

Brennstoffzellen eignen sich genauso gut für bestimmte Anwendungen wie Lithium-Ionen-Akkus oder Flüssiggas für andere. Ein gutes Beispiel ist die in Stuttgart ansässige Logistikfirma Agility. Sehr kurzfristig wurde es erforderlich, mehr Stunden als bisher zu arbeiten, um sicherzustellen, dass Autoteile rechtzeitig versandfertig sind. Aber es gab schlichtweg nicht genug Energie, um die ca. zwei weiteren Arbeitsstunden pro Tag mit den bestehenden Elektrostaplern zu leisten.  Nachdem Lithium-Ionen-Akkus als Lösung schnell verworfen wurden, überzeugten Hyster® Treibgasstapler mit geringeren Gesamtbetriebskosten.  

Im Mehrschichtbetrieb mit hohen Durchsätzen und 15 oder mehr Gabelstaplern im Einsatz ist hingegen die moderne Brennstoffzellentechnologie besser geeignet. Diese Option setzt sich immer mehr durch, da hier die Vorteile von Strom und Kraftstoff kombiniert werden. 

Wasserstoffbrennstoffzellen lassen sich innerhalb weniger Minuten auffüllen. Müssen in einem Mehrschichtbetrieb täglich zwei oder mehr Batterien gewechselt werden, ermöglicht dieses schnelle Auffüllen erhebliche Produktivitätsgewinne.

Die Gabelstapler werden nicht nur besser ausgelastet, sondern es bieten sich bei richtiger Anwendung auch weitere Vorteile. So werden durch den Wegfall von Ladegeräten, Wechselstationen und Waschvorrichtungen für die Bleisäurebatterien im Betrieb wertvolle Quadratmeter an Platz gewonnen. 

Der Trend richtet sich also nicht auf eine bestimmte Antriebsart, sondern auf die Erkenntnis, dass der optimale Antrieb bei jeder Anwendung unterschiedlich ist.

6) Maßgeschneiderte Flotte

Da Fertigungsprozesse immer komplexer werden, muss auch die Zusammenstellung der Flotte Schritt halten. Dieser Trend lässt sich in der gesamten Branche beobachten: Flurförderzeughersteller müssen heute Gabelstapler liefern können, die auf spezielle Anwendungsanforderungen zugeschnitten sind.

7) Simulation

Bewähren sich die ausgewählten Gabelstapler auch im praktischen Einsatz vor Ort? Durch eine Simulation wird diese Frage beantwortet, bevor die Bestellung aufgegeben wurde. Beim Hyster® Lagersimulator können Unternehmen zum Beispiel unterschiedliche Szenarien ausprobieren und anhand von verschiedenen Ergebnissen Variationen im Tagesgeschäft realistisch durchspielen.

3-D-Bilder zeigen, wie der Betrieb in der Praxis aussehen würde, und veranschaulichen, welche Auswirkungen unterschiedliche Optionen hätten. Bei jeder Simulation rücken bestimmte Details in den Vordergrund: Batterieentladung, Ladeprozess, Ladezeiten, Schichtpläne, Pausenzeiten, Fahrzulassungen für die einzelnen Staplertypen etc.

8) Wiegesysteme

Automobilhersteller und Reifenzulieferer transportieren fast alle Komponenten in Wechselbehältern, Trailern und Containern. 2016 wurde im Rahmen des Übereinkommens zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) eine neue Bedingung für das Verladen von für die Ausfuhr bestimmten befüllten Containern auf Schiffe eingeführt. Die Regel sieht vor, dass für alle befüllten Container die verifizierte Bruttomasse bekannt sein muss, bestätigt entweder durch den Befrachter oder den Hafen.

Der Inhalt kann vor dem Verladen in den Container gewogen werden, zum Bespiel mithilfe eines mobilen Wiegesystems. Anschließend wird das Leergewicht (Gewicht des leeren Containers) addiert.  Alternativ kann der befüllte Container gewogen werden. Dazu eignet sich etwa ein Hyster ReachStacker mit dem Static-Wiegesystem.

9) Elektrostapler in der Stahlindustrie

Stahl-Coils oder -platten, die in Stanzpressen zu Karosserieteilen gefertigt werden, sind extrem schwer. Daher werden meist Hyster Großstapler mit Dieselmotor und bis zu 52 Tonnen Tragfähigkeit eingesetzt. 

Hyster hat aber nicht nur vielfältige Optionen für den Stahltransport entwickelt und die Flexibilität der Stapler erhöht. In naher Zukunft werden Automobilhersteller ihre Großstaplerflotte sogar auf Elektroantrieb umstellen können, wodurch bei vergleichbarer Leistung über die gesamte Schicht der Emissionsausstoß auf null gesetzt wird.

Hyster hat Fertigungsanlagen im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden und in Italien sowie eines der professionellsten Servicenetzwerke weltweit. Robustheit und Zuverlässigkeit sind die Markenzeichen von Hyster®, dessen Produkte mit hoher Rentabilität und niedrigen Gesamtbetriebskosten überzeugen.

Auf der Internationalen Maschinenbaumesse, die vom 23. bis zum 26. Mai 2017 im slowakischen Nitra stattfand, hat Hyster spezielle Lösungen für die slowakische Automobilbranche vorgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.hyster.com.